Religion

Kurzprofil des Faches

Religionsunterricht als Orientierungshilfe für das Leben
 
Was hat Religionsunterricht mit dem Leben unserer Schülerinnen und
Schüler zu tun?
Mehr, als man vielleicht zunächst denkt. Junge Menschen
stellen mit zunehmendem Alter Fragen, auf die es keine einfachen
Antworten gibt: Was ist mir wichtig? Woran kann ich mich orientieren?
Was bedeutet Gerechtigkeit? Wie gehe ich mit Schuld, Leid und Tod um?
Und welche Rolle spielen Glaube und Religion in unserer Gesellschaft?
Der Religionsunterricht in Thüringen möchte Schülerinnen und Schüler
dazu befähigen, solchen Fragen offen und kritisch nachzugehen. Im
Mittelpunkt stehen dabei die Auseinandersetzung mit christlichen
Traditionen und biblischen Texten, der Dialog mit anderen Religionen und
Weltanschauungen sowie die Entwicklung einer eigenen begründeten
Haltung. Damit greift der Unterricht zentrale Anliegen des Thüringer
Lehrplans auf: Schülerinnen und Schüler sollen ihre Persönlichkeit
entwickeln, Verantwortung übernehmen und sich mit unterschiedlichen
Sichtweisen auf Mensch und Welt auseinandersetzen.
Dabei verstehen wir Religion nicht als etwas, das nur in der Kirche oder im
privaten Glauben vorkommt.
Religiöse Anliegen sind auch Teil unserer
Lebenskultur.
Sie begegnen uns in Festen und Bräuchen, in Musik, Kunst
und Literatur, in Sprache und Geschichte, aber auch in aktuellen
gesellschaftlichen Fragen. Wer unsere Kultur und ihre Wurzeln verstehen
möchte, kommt deshalb an Religion nicht vorbei.
Religionsunterricht eröffnet einen Raum, in dem Fragen gestellt,
unterschiedliche Überzeugungen kennengelernt und miteinander ins
Gespräch gebracht werden können. Er möchte nicht fertige Antworten
vorgeben, sondern junge Menschen darin stärken,
selbstständig zu
denken, verantwortlich zu handeln, Orientierung für das eigene Leben zu
finden und Vertrauen zu wagen.
 
Angela Jannusch
FK Religion